Zum Inhalt springen

Bewertung

Liegenschaftszins

Der Liegenschaftszins ist ein Zinssatz, der im Ertragswertverfahren verwendet wird. Er wird aus Marktdaten abgeleitet und beschreibt die marktübliche Verzinsung des im Grundstück gebundenen Kapitals.

Warum dieser Begriff wichtig ist

Der Liegenschaftszins beeinflusst den Ertragswert unmittelbar. Ein höherer Zinssatz führt tendenziell zu einem niedrigeren Ertragswert, während ein niedriger Zinssatz den Wert bei gleichen Erträgen erhöhen kann.

Praxisbeispiel

Zwei Mehrfamilienhäuser erzielen dieselbe Jahresnettomiete. Für das eine Objekt wird ein Liegenschaftszins von 2,5 Prozent angesetzt, für das andere 4 Prozent. Obwohl die Miete gleich ist, fällt der Ertragswert unterschiedlich aus.

Wann begegnet Ihnen dieser Begriff?

Häufige Missverständnisse

  • Der Liegenschaftszins ist kein Kreditzins.
  • Er wird nicht frei vom Makler festgelegt.
  • Ein niedriger Zinssatz garantiert keinen höheren Verkaufspreis.

Rothwild in der Praxis

Bei Rothwild wird der regionale Liegenschaftszins bei vermieteten Immobilien berücksichtigt, aber nicht isoliert verwendet. Zustand, Restnutzungsdauer, Mietniveau und Lage entscheiden mit, ob der rechnerische Ertragswert marktnah wirkt.

WEITERLESEN

Mehr dazu im Journal

Alle Artikel

Titelseite einer historischen Publikation zur Immobilienbewertung

Markt & Preise

Was einen guten Immobilienwert wirklich ausmacht

Von Sophie & Florian Hirschmann3 Min.

Ein guter Immobilienwert entsteht nicht aus einer einzigen Zahl. Er ist das Ergebnis aus Lage, Zustand, Nutzbarkeit, Nachfrage, Unterlagen und der Frage, wie glaubwürdig eine Immobilie im Markt erklärt werden kann. Die Zahl ist nur der Endpunkt Viele Eigentümer wünschen sich zuerst einen Preis. Verständlich. Doch ein belastbarer Wert beginnt früher: mit einer nüchternen Bestandsaufnahme […]

Weiterlesen