Warum dieser Begriff wichtig ist
Der Liegenschaftszins beeinflusst den Ertragswert unmittelbar. Ein höherer Zinssatz führt tendenziell zu einem niedrigeren Ertragswert, während ein niedriger Zinssatz den Wert bei gleichen Erträgen erhöhen kann.
Praxisbeispiel
Zwei Mehrfamilienhäuser erzielen dieselbe Jahresnettomiete. Für das eine Objekt wird ein Liegenschaftszins von 2,5 Prozent angesetzt, für das andere 4 Prozent. Obwohl die Miete gleich ist, fällt der Ertragswert unterschiedlich aus.
Wann begegnet Ihnen dieser Begriff?
- Ertragswertverfahren
- Bewertung vermieteter Immobilien
- Verkehrswertgutachten
- Gutachterausschuss
- Bankprüfung
Häufige Missverständnisse
- Der Liegenschaftszins ist kein Kreditzins.
- Er wird nicht frei vom Makler festgelegt.
- Ein niedriger Zinssatz garantiert keinen höheren Verkaufspreis.
Rothwild in der Praxis
Bei Rothwild wird der regionale Liegenschaftszins bei vermieteten Immobilien berücksichtigt, aber nicht isoliert verwendet. Zustand, Restnutzungsdauer, Mietniveau und Lage entscheiden mit, ob der rechnerische Ertragswert marktnah wirkt.

